Mai 1, 2026

Papierfabrik – Platz an der Naser

Ansichtskarte Platz an der Naser

Platz an der Naser hat 1914 ein Gedenkbuch herausgebracht, wo die Platzer Papierfabrik erwähnt ist:“… Entsprechend Familientradition nach der Auflösung des Jesuitenordens im Jahr 1773 nahm in der Platzer Papierfabrik die Lehre auf der zukünftige Jesuit Žemlička aus dem Wohnheim in Neuhaus. Er erlernte das Handwerk der Papierherstellung, arbeitete eine Reihe von Jahren in Platz, später arbeitete er in irgendwelchen Papierfabriken in Mähren, wo er auch starb……

Ob besagter Zemliczka unser Anton Zemliczka ist, lässt sich nur vermuten. Jedoch passen Zeit und Beruf, sowie Name sehr genau, deswegen gehe ich davon aus, dass es sich hier um dieselbe Person handelt.

„Platzer Papierfabrik

Als wenn ich es vor Augen hätte

das alte Gebäude mit dem hohen

Giebel, mit Schindeln gedeckt, die alte Platzer

Papierfabrik. Ein Dach als wäre es aus zwei Teilen,

geteilt durch eine Lücke, wohin die Luft blies,

auf den Dachboden und trocknete die ausgebreiteten Papierbögen.

Ein gewaltiger Bau, er war einstöckig und bildete

einen rechten Winkel, die vordere Seite war gemauert und kürzer,

die Seite zum … länger. Das Dach stand auf Pfeilern

aus Ziegelsteinen ummauert. In einigen großen Sälen

bearbeitete man das Papier, es war eine manuelle Produktion. Wo die Papierfabrik ausgestattet war, weiß man nicht. Entsprechend

Familientradition nach der Auflösung des Jesuitenordens

im Jahr 1773 nahm in der Platzer Papierfabrik die Lehre auf

der zukünftige Jesuit Žemlička aus dem Wohnheim in Neu-

haus. Er erlernte das Handwerk der Papierherstellung,

arbeitete eine Reihe von Jahren in Platz, später arbeitete er

in irgendwelchen Papierfabriken in Mähren, wo er auch starb.

Demnach war die Platzer Papierfabrik wahrscheinlich ein alter

Betrieb, gegründet anscheinend in der Platzer Herrschaft auf

dem Grundbesitz des ehemaligen Hofes der Zelenkovskys jetzt …

Später verkauft so wie Mühlen, Höfe,

private Fischteiche. Der älteste Besitzer der Papier-

fabrik nennt sich Holub, seine Tochter erhielt bei

der Hochzeit die Papierfabrik mit einer großen Wiese bis zur……………………… Der Schwiegersohn der Holubs verkaufte die Papierfabrik

dem Baron Leonhard, der längere Zeit Papier

herstellte. Die Qualität des Papiers war ausgezeichnet. Es wurde

auch buntes Papier hergestellt. Auch diese Chronik ist aus handgeschöpftem

Papier, sehr gutem, hergestellt in dieser Pa-

pierfabrik. (Das Papier ist mit der Prägung A. Heller und einem zweischwänzigen gekrönten Löwen)

Als man in anderen Papierfabriken begann,

feines Papier herzustellen, sogenanntes „maschinelles“, konnte

die Handarbeit mit ihnen nicht konkurrieren, und so

verkaufte der Baron die Papierfabrik ca. 1865/66. Der Deutsche

(Schindler), der kein Papier herstellte, führte aber

… ein

SBA Jindřichův Hradec – Gedenkbuch der Gemeinde Platz 1836-1939